Es ist mal wieder Zeit für einen Foto-Dump:
Wochenende in Wales:
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Ich hab ja im letzten Post geschrieben, dass wir unabsichtlich eine Jugendherberge in der Pampa gebucht haben. Das das hat sich aber dann echt als Glücksgriff herausgestellt. Wir sind zuerst nach Bangor, nette kleine Stadt am Meer mit netten Pier, wos mittendrauf einen Tearoom mit herrlichen Scones (so Art Milchbrötchen mit Rosinen, aber fester, isst man mit Butter und Marmelade) gegeben hat. Sind dann mit dem Zug eben in den Nachbarort Conwy, auch ein nettes kleines Städtchen mit Hafen, Burg und Stadtmauer. In Bangor haben wir Janett, eine Freundin von Katja, die in Bangor Erasmus gemacht hat, getroffen und die hat uns herumgeführt. Wir haben auch ihr Studentenheim gesehen, seitdem beschwere ich mich über keine Missstände in meiner Wohnung mehr! Sah aus wie ein DDR-Bunker, im Stiegenhaus sind überall Asbest-Warnungspickerl geklebt, alles alt und grauslich, Badezimmer für 18 Leute…! Unsere Jugendherberge war dann zum Glück überraschend schön und gemütlich, für eine Jugendherberge um den Preis beinahe luxuriös!
Am nächsten Tag haben wir uns dann aufgemacht in die Pampa, mussten erstmal 3 Stunden mit dem Bus (Schienenersatzverkehr, zum Wochenende fährt kein Zug….) dort hinfahren. War aber eine „landschaftlich schöne Strecke“, der Bus ist tatsächlich pünktlich, laut vorher im Internet nach langer Sucherei herausgefundenem Fahrplan gekommen, der Busfahrer hat uns zwar dreimal gefragt, ob wir 6 mit unseren Riesenrucksäcken und Lidl-Proviantsackerl wirklich nach Cerrigydrudion wollen, aber wir sind dann tatsächlich dort angekommen. Dort war dann eigentlich der Plan, dass wir die restlichen 2 km zu Fuß zum Hostel gehen, wir waren dort aber offensichtlich so eine Sensation, dass sofort zwei Autos stehen geblieben sind und gefragt haben, wo wir hinwollen. Es hat uns dann ein netter älterer Herr mit Jeep zum Hostel kutschiert mit dem Kommentar „only pigs and dogs where you’re going“. Die Jugendherbergsbesitzer hatten tatsächlich zwei Schweine und vier Hunde, aber die Jugendherberge war echt toll, alles total schön und neu, erst vor einem Jahr eröffnet und die Besitzer waren total nett, haben uns dann am Nachmittag zu einem See gefahren und nach zwei Stunden Spaziergang wieder abgeholt und am Abend gabs sehr leckeres selbstgemachtes Essen.
Am nächsten Tag haben wir uns dann aufgemacht in die nächste kleine Stadt, nach Bala, von wo aus ein Bus nach Chester fahren sollte. Das war ein 8 Meilen (12 km) Marsch, aber echt schön, nur Hügel, Felder, Schafe! Wir sind zwar an der Straße entlang, weil wir sonst nicht gewusst hätten, wo wir gehen sollen, aber da ist nur alle heiligen Zeiten ein Auto vorbeigekommen, also wars trotzdem schön zum Gehen. In Bala waren wir dann in einem Pub und an einem total schönen See und dann sind wir auch schon wieder zurück nach Nottingham. War echt ein tolles Wochenende!
Wander-Wochenende im Lake District:
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Jetzt war ich ja endlich mal mit der Wandersociety auf Ausflug und zwar im Lake District. Das ist der nördlichste Zipfel von England und dort gibts Hügel und Lakes und generell schöne Landschaft. Der Wetterbericht hatte Schneestürme vorhergesagt, das Wetter war aber viel besser als befürchtet. Am Samstag sind wir auf einen Berg/Hügel hinauf, da ist dann schon recht viel Schnee gelegen und ganz oben hats kurz gehagelt. Wie wir die ersten Meter in recht raschem Tempo (ich bin ja nix mehr gewohnt!) bergauf gegangen sind, hab ich mir zwar gedacht, “Mist! Wieso bin ich nicht der Food Appreciation Society beigetreten?”, aber die Aussicht von oben hat mich dann echt entschädigt!
Sonntag sind wir dann um einen See rundherum, das war auch echt schön, wenn wir auch nasse Füße bekommen haben, weil ein Teil des Wegs überflutet war.
Faschingsdienstag:
Um österreichische Traditionen im Ausland hochzuhalten, haben Anna, Karo und ich am Shrove bzw. Pancake Tuesday beschlossen, Faschingsdienstag nach England zu bringen. Kostüm hatten wir zwar nicht, haben wir aber ganz gut improvisiert, haben noch ein paar andere Nationalitäten zum Fasching bekehrt und hattens dabei sehr lustig!
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hier noch ein paar kultige Fotos, die nicht ich gemacht hab:

Mit Laura in Nottingham, Manchester und Newark:
Laura war zu Besuch bei mir und wir hatten trotz eisiger Kälte ein paar tolle Tage in Nottingham, im kleinen raureif-geschmückten Städtchen Newark und in Manchester! Sightseeing in Nottingham ist ja, sag ich mal, eher nur beschränkt möglich, wir haben aber einen Spaziergang im Wollaton Park und in der Innenstadt gemacht, waren auf 2 Hausparties und übers Wochenende in Manchester, was mir auch sehr gut gefallen hat. Die Meinungen über Manchester sind ja geteilt, die einen meinen, es ist eine hässliche Industriestadt, die anderen findens cool, es stimmt zwar, dass es wenig Grün gibt, aber ich fand den Mix aus alten Gebäuden und ganz moderner Architektur eigentlich sehr interessant und es gibt viel zu sehen. Wir waren in der Art Gallery, in einer schönen, alten Bibliothek, im Science Museum, beim Manchester United Stadium natürlich und in einigen Pubs und Bars, die auch nett und außergewöhnlich waren. Zurück in Nottingham haben wir dann beschlossen, einen Ausflug in den benachbarten Ort Newark zu machen, wos einen netten Marktplatz und eine Burgruine am Ufer des Trent gibt. Es hat uns Einiges an Warterei und Strategie gekostet, um dort hinzukommen (den einzigen Bus, der einmal pro Stunde hinfährt, haben wir das erste Mal verpasst, weil in der Station drei andere Busse gestanden sind und wir deshalb den Bus zu spät gesehen haben, um ihn ranwinken zu können…), aber dann hat sich der Ausflug echt gelohnt! Zum krönenden Abschluss haben wir dann am letzten Abend bei einem Rueda-Workshop mitgemacht (selber Grundschritt wie Salsa nur in einem Kreis und auf Kommando machen alle verschiedene Figuren und wechseln Partner - chaotisch und lustig!), waren Cocktails trinken im coolen Kirchen-Pub Pitcher&Piano und danach shaken im Oceana, wo wir in eine Popcorn-Party geraten sind. Mitten auf der Tanzfläche wurden wir kiloweise mit Popcorn beschossen, das an allen möglichen und unmöglichen Stellen hängen blieb und in dem wir dann knöcheltief gewatet sind. Klingt komisch, ist aber so.
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und zur Abwechslung mal wieder ein paar Fotos vom Campus
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Das wars. Ich war, wie man sieht, viel unterwegs in letzter Zeit, studieren tu ich auch ab und zu 